Takudai-Lehrgang 2015

Zu einem Großereignis in der Karatewelt reisten einige Aktive des Dojos Kamakura jetzt nach Dresden. Zu Ehren des 85jährigen Bestehens der japanischen Takushoku-Universität, die vor allem durch ihr Karate bekannt ist, wurde am vergangenen Wochenende ein dreitägiger Lehrgang ausgerichtet, der für Teilnehmer aller Verbände offen war. Dementsprechend war der Lehrgang mit 500 Teilnehmern schnell ausgebucht, was besonders an den hochkarätigen Instruktoren lag: Die Leitung des Lehrgangs oblag dem europäischen Cheftrainer des SKI (Shotokan Karate International), Hanshi Shiro Asano (9. Dan). Ebenfalls vom SKID waren der deutsche Bundestrainer Akio Nagai Shihan (8. Dan) und der mehrfache Weltmeister Manabu Murakami Sensei (7. Dan) anwesend. Von der JKA (Japan Karate Association) waren der deutsche Bundestrainer Hideo Ochi Shihan (8. Dan) und Tatsuya Naka Sensei (7. Dan) als Trainingsleiter dabei. Letzterer ist, vor allem in Karatekreisen, auch aus Spielfilmen bekannt.

Das Training, das aufgrund der hohen Teilnehmerzahl auf zwei Hallen verteilt wurde, begann für die Kamakura-Karateka am Freitagnachmittag mit einer Trainingseinheit von Asano Sensei, die sich mit den Grundtechniken (Kihon) und grundlegenden Partnerübungen (Kumite) beschäftigte. Diese wurden teilweise abgewandelt, um den Trainierenden neue Impulse zu geben. Im Anschluss wurden unter Nagai Shihan Kombinationen für den freien Kampf sowie die Formen (Kata) geübt.

Am Samstag leitete Naka Sensei die erste Einheit, in seinem Training wurde besonderen Wert auf den korrekten Einsatz der Hüfte gelegt, die bei den meisten Karatetechniken zum Einsatz kommt, um diesen mehr Kraft zu verleihen. Ochi Sensei konzentrierte sich besonders auf die Beintechniken der Schüler.

In der letzten Trainingseinheit am Sonntagvormittag ging Naka Sensei erneut auf die Bedeutung des Hüfteinsatzes und der korrekten Fußstellung ein und verband seine Erklärungen mit den Techniken der Kata.

Nach einem interessanten Lehrgang, der den Schülern die Möglichkeit bot, auch einmal über den Tellerrand ihres eigenen Verbandes zu schauen und der nun jährlich stattfinden soll, machten sich die Teilnehmer auf den Heimweg, um die neuen Erkenntnisse direkt ins Training miteinzubeziehen.

Wer sich bei Kamakura über Karate informieren möchte, ist nach den Osterferien jederzeit zum Zuschauen oder zum Probetraining eingeladen.

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