Trainingslager beim SCR 06./07.Jun.

-hri- Reckenfeld. Zu einer sportlichen Premiere der fernöstlichen Art kam es am vergangenen Wochenende in der Walgenbachhalle. Die Karate-Abteilung des SCR war erstmals Gastgeber eines internen Trainingslagers ihres Dojos, zu der über 40 Teilnehmer aus Reckenfeld, Handorf, Telgte, Wolbeck und Einen kamen.

In diesen fünf Orten ist das seit 1981 bestehende Dojo Kamakura vertreten - genauer gesagt beim TSV Handorf, TV Friesen Telgte, TV Wolbeck, SC Müssingen und eben beim SC Reckenfeld. Letztere ist die jüngste Abteilung des Dojos, sie wurde vor etwas mehr als einem Jahr von Markus Boy ins Leben gerufen und erfreut sich besonders bei Kindern und Jugendlichen großer Beliebtheit. "Bei unserem Bonsai-Training ist die Halle immer voll", so der Übungsleiter. Der wird unter Karateka übrigens "Sensei" genannt, das ist die japanische Bezeichnung für Meister oder Lehrer. Ganz korrekt heißt es dann: Markus Boy Sensei 3. Dan. Die Endung bezeichnet den Gürtelgrad des Dojo-Leiters, der selbst Karate seit 1992 praktiziert.

 

Am Wochenende führte Boy drei Einheiten von jeweils eineinhalb Stunden durch, auf zwei Tage verteilt. Das Training setzte sich aus den drei Grundsäulen des Karate zusammen: Um die Grundtechniken des Karate ging es beim "Kihon". Vorgegebene Abläufe waren bei den "Katas" zu absolvieren. "Insgesamt gibt es 26 verschiedene Katas, die dem jeweiligen Leistungsgrad angepasst sind", erklärte der Sensei. "Weißgurte lernen als Erstes den 'Hean Shodan', ab dem 3. Dan sollte man alle Abläufe beherrschen." Für die mitgebrachten Eltern, Geschwister und Freunde war der "Kumite", der Zweikampf, sicherlich die spannendste Disziplin.

Die größte Herausforderung für Boy stellten die unterschiedlichen Anforderungen der Teilnehmer dar. "Die Weißgurte dürfen nicht über-, die Schwarzgurte aber auch nicht unterfordert werden", betonte er. Deshalb standen nicht nur Übungen in der großen, sondern auch in der kleinen Gruppe auf dem Programm. Die Kamakura-Schüler wurden nach ihrem Grürtelgrad in Unter-, Mittel- und Oberstufe ein- und einem Trainer zugeteilt. "Gerade für die Anfänger ist es eine wichtige Erfahrung, mal mit einem Sempai aus einem anderen Abteilung oder auch mal mit einem anderen Partner zu arbeiten", erklärte Boy. "Sie sollen ein Gefühl dafür bekommen, wie ein Lehrgang abläuft und ihre ersten Schritte zum 8. Kyu ( Gelbgurt) absolvieren zu können. Einige Prüflinge werden unter dem Bundestainer Akio Nagai Shihan 8. Dan im September den ersten Farbgurt ablegen."

Beim Trainingslager in Reckenfeld ging es aber nicht nur darum, sondern ganz besonders ums Kennenlernen der Karateka aus den anderen Abteilungen. Neben dem sportlichen stand deshalb auch ein geselliger Teil auf dem Programm. Den Samstagabend ließen die Teilnehmer in gemütlicher Runde bei einem Grillfest am SCR-Clubheim ausklingen.

 

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