Unser Training

Das Training

Wir betreiben in unserem Dojo traditionelles Shotokan Karate-Do nach den Richtlinien des S.K.I.D. e.V.

Der Respekt gegenüber dem Lehrer und allen Mitschülern ist eine unserer traditionellen Leitlinien und wird daher besonders gefordert und gefördert. Auch legen wir besonderen Wert auf die korrekte Ausführung der Techniken, was ebenfalls unserer traditionellen Einstellung entspricht.

Alle Schüler - egal welches Alters oder welcher Gürtelfarbe - treffen sich zum gemeinsamen Training im sog. Dojo (Trainingsort/ -halle).

Trainiert wird entweder gemeinsam unter einem Trainer oder in kleineren Gruppen mit jeweils eigenem Trainer. So kann konsequent und effektiv auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse, Vorkenntnisse und Grade der Schüler eingegangen werden.

Es gibt weder Altersklassen noch Einschränkungen, die eine Teilnahme am Training ausschließen würden. Da jedoch ein gewisses Maß an Konzentrations- und Koordinationsvermögen Grundlage unseres Trainings sind, empfehlen wir ein Mindestalter von acht Jahren.

Unser Training unterteilt sich in allgemeine Gymnastik, Grundschule (Kihon), Formen (Kata) und Partnerübungen (Kumite).

 

Die Gymnastik

Jedes Training beginnt nach der traditionellen Begrüßung mit einer ausgiebigen Gymnastik, um alle Sehnen und Muskeln des Körpers aufzuwärmen. So verringert sich einerseits die Verletzungsgefahr, andererseits werden Körper und Geist für das anstehende Training vorbereitet. In einem traditionellen Karatedojo wird die Gymnastik von einem der höheren Schüler (Sempai) geleitet.

 

Das Kihon

Beim sog. Kihon werden die einzelnen Techniken des Karate (Blöcke, verschiedene Fußstellungen und -techniken sowie Fauststöße) durch ständige Wiederholungen mit unterschiedlichsten Varianten verbessert und verfeinert. Abwechslungsreiche Kombinationen vermitteln das kämpferische Konzept von Verteidigung und Kontertechnik. Kondition, Koordination und Konzentration eines jeden Karate-Schülers werden so während des Trainings gefordert und gefördert.

Durch die tiefen Schrittstellungen des Shotokan-Stils und die teilweise sehr umfangreichen Technikkombinationen wird außerdem die Muskulatur aufgebaut und gefestigt.

 

Die Kata

"Kata" bedeutet "Formen". Im Shotokan- Stil gibt es 26 dieser "Formen". Teilweise besteht eine Kata aus bis zu 120 verschiedenen Einzeltechniken, welche im Kihon geschult werden. Das Üben von Kata ist die traditionelle Art Karate zu vermitteln. Lange bevor moderne Trainingsmethoden und sportliche Wettkämpfe bekannt waren, war Kata die einzige Form der Unterweisung. Das Wissen um eine Kata und deren Verinnerlichung war gleichzeitig auch das gesamte Wissen jener Kampfkunst, die ein Meister weitergeben konnte. In früheren Jahrhunderten konnte man bei einem Meister vielleicht 5 Kata erlernen.

Die Grundidee der Kata ist, dass ein Karateka von mehreren Gegnern angegriffen wird und sich gegen mindestens vier Angriffe aus verschiedenen Richtungen wehren muss. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten Kata zu trainieren:

  1. Das Abschauen vom Trainer ist die Basis aller Kata-Übungen. In diesem Stadium geht es darum, dem Schüler den Bewegungsablauf einer Kata in seinen Grundzügen zu vermitteln, ohne auf Details näher einzugehen. Durch stetes Wiederholen gelingt es dem Schüler in die Kata hineinzuwachsen.

  2. Der Angriff mehrerer Gegner geschieht nur "im Kopf" des Schülers. Der Schüler stellt sich den Angriff also nur vor. Die Ausführung der Kata erinnert dann von Außen zwar ein wenig an das chinesische Schattenboxen, ist aber eine gute Möglichkeit für den Schüler, seine Kata (auch zu Hause) zu perfektionieren. Der Lehrer korrigiert Details und ermöglicht es dem Schüler die Kata besser zu verstehen.

  3. Im sog. Kata- Bunkai werden die erlernten oder neue zu lernenden Kata verbildlicht, d.h. die Karateka stellen Angriffe nach. So lernen die Schüler die realen Anwendungen der einzelnen Techniken und die tieferen Bedeutung der gesamten Kata kennen.

Beim Ausführen einer Kata ist es jedoch nicht nur wichtig, dass der Karateka alle Techniken perfekt beherrscht. Auch Timing, Tempo und Ausdruck der Kata haben einen hohen Stellenwert und machen oft jahrelanges Training und eine besondere innere Haltung erforderlich.

 

Das Kumite

Der dritte und bekannteste Teilaspekt des Karate-Do ist das Kumite. Grob lässt sich Kumite mit "Freikampf" übersetzen, es deckt jedoch viel mehr als das ab: Präzision bei der Abwehr oder dem Angriff, räumliche Orientierung (Abstand zum Partner), Koordination, sowie Reaktionsfähigkeit und Selbstbewusstsein des Schülers.

Abhängig vom Ausbildungsgrad des Karateka trainieren beim Kumite zwei Partner miteinander. Der Partner wird hier nicht als Gegner verstanden, da im traditionellen Sinn richtiges Kumite nur erlernt werden kann, wenn man sinnvoll miteinander - und nicht gegeneinander - trainiert wird.

Kumite-Training ist in verschiedene Stadien eingeteilt: Zu Anfang trainieren die Schüler eine Form bei der sowohl dem Angreifer, als auch dem Verteidiger vorgeschrieben ist wie er anzugreifen bzw. abzuwehren hat. Diese ersten Übungen erfolgen aus einem festen Stand heraus, da auch Schrittfolgen vorgegeben werden.

Mit Fortschreiten des Ausbildungsstandes hat dann zuerst der Verteidiger, später dann auch der Angreifer, verschiedene Techniken zur Auswahl und kann so im Kumite-Training variieren. Nach und nach werden die festen, vorgeschriebenen Fußstellungen aufgebrochen und durch lockerere Bewegungen ersetzt.

Die finale Form der Kumite-Übungen ist dann der eigentliche Freikampf. Hier werden Angriff und Verteidigung frei ausgeführt. Genaue Richtlinien reglementieren allerdings den "Kampf".

Bevor jedoch ein Karate-Schüler in der Lage ist, einen solchen Freikampf zu bestreiten, hat er sich schon mindestens drei Jahre mit den Grundtechniken beschäftigt. Das trägt zur Sicherheit des Schülers und seines Partners bei und verhindert ein "Drauf-los-Schlagen" (was im traditionellen Karate verboten ist) mit hohem Verletzungsrisiko.

BilerChildrenLeg og SpilAutobranchen